Regionale Wettbewerbsfähigkeit der Großregion 2019

Im Jahr 2019, liegt die Großregion auf Platz 102 im Ranking der 268 europäischen Regionen! 

Der Regionale Wettbewerbsfähigkeitsindex (RCI) ist ein Instrument zur sozioökonomischen Messung und zum Vergleich zwischen europäischen Regionen. Er basiert auf verschiedenen Kriterien, die vom Niveau des Gesundheitssystems über die Infrastruktur bis hin zu Arbeitsmarkteffizienz und Innovation reichen. Die Daten, die zur Entwicklung dieses Indikators verwendet werden, werden auf europäischer Ebene von verschiedenen statistischen Instituten, einschließlich EUROSTAT, gesammelt und dann in Indikatoren umgewandelt, die auf NUTS-2-Ebene vergleichbar sind. Der Wert 100 steht für die höchste regionale Punktzahl in der EU und umgekehrt steht der Wert 0 für die niedrigste Punktzahl. 

Im Jahr 2019 liegt die Großregion auf Platz 102 von 268 europäischen Regionen, genau auf dem gleichen Platz wie 2016, mit dem Unterschied, dass damals 276 Regionen im Wettbewerb waren. Insgesamt ist die Großregion in Bezug auf Arbeitsmarkteffizienz, Marktgröße, technologische Leistungsfähigkeit, Gesundheit und makroökonomische Stabilität recht gut aufgestellt (Index über 75). Auf der anderen Seite gibt es in den Bereichen Innovation und wirtschaftlicher Entwicklungsstand (47 bzw. 50) noch erheblichen Spielraum für Verbesserungen. 

Auf der Ebene der Teilregionen der Großregion hat jede ihre Stärken und Schwächen. Insgesamt schneiden Luxemburg, Rheinland-Pfalz und das Saarland besser ab als der Durchschnitt der Großregion, insbesondere im Hinblick auf die makroökonomische Stabilität. Unter den Teilregionen nimmt Luxemburg den ersten Platz ein. Innerhalb der europäischen Regionen liegt es auf Platz 7 von 268 und erreicht sogar 100 Punkte in der wirtschaftlicher Entwicklungsstand. Mit einer Punktzahl von 48 im Bereich der Infrastruktur besteht jedoch noch erhebliches Verbesserungspotenzial. Rheinland-Pfalz liegt mit der zweitbesten Punktzahl auf Platz 50, vor allem dank der guten Leistungen in den Bereichen makroökonomische Stabilität, Arbeitsmarkteffizienz und technologische Bereitschaft. Im Gegensatz dazu erreicht es nur 40 und 53 Punkte in den Bereichen wirtschaftlicher Entwicklungsstand und Innovation. Das Saarland liegt auf Platz 96 mit einem RCI-Wert, der fast identisch mit dem Durchschnitt der Großregion ist. Sein Profil ähnelt dem von Rheinland-Pfalz und es hat die gleichen Stärken und Schwächen. Wallonien und Lothringen rangieren auf Platz 130 bzw. 132. Diese beiden Regionen haben ähnliche Profile, aber Wallonien sticht durch seine guten Werte bei der makroökonomischen Stabilität (72) und der Marktgröße (74) hervor. Lorraine erzielt gute Werte in den Bereichen Gesundheit (70) und Bildung (68). 

In der Mehrzahl der Kategorien liegen alle Komponenten im oberen Teil der Rangliste mit einer Punktzahl über 50/100. Aber in den Kategorien Innovation und wirtschaftlicher Entwicklungsstand liegt der erreichte Wert teilweise unterhalb dieser Schwelle. Seit 2010 haben sowohl die Großregion als Ganzes als auch alle Teilregionen recht deutliche Fortschritte im Ranking gemacht. N.B.: Eine methodische Anmerkung, eine Beschreibung der einzelnen Indikatoren, interaktive Karten und weitere Informationen finden Sie unter folgendem Link:https://ec.europa.eu/regional_policy/en/information/maps/regional_competitiveness/#2

Source: Newsletter der IBA