Vortrag: Gustave Courbet - ein Rebell

Am 10. Juni 1819 erblickte Gustave Courbet in Ornans das Licht der Welt – eine Welt, die er mit seiner Malerei wie kein zweiter Künstler des 19. Jahrhundert kritisch betrachten und mit seiner radikal realistischen Malerei hinterfragen sollte.

In diesem Jahr 2019 jährt sich somit zum 200. Mal der Geburtstag des Künstlers, dessen Werk der Kunsthistoriker Werner Hofmann wie folgt beschrieb: „Seine Kunst schuf der französischen Malerei des 19. Jahrhunderts ihr zentrales Gravitationsfeld. Seine wichtigsten, in der Mitte des Jahrhunderts entstandenen Werke fassen dessen erste Hälfte zusammen und bereiten die zweite vor.“

Besser kann man die prägende Rolle Courbets nicht umreißen. Courbets Realismus polarisierte in den Akademien, beim Publikum und vor allem bei der Kunstkritik wie kaum eine zweite Position in Frankreich. Der Vortrag berichtet über den Widerstand, den Courbet erfuhr, und zeichnet seinen Einfluss auf deutsche Künstler nach, die ihn regelrecht kultisch verehrten. Vor allem soll der Vortrag aber eine Hommage an einen tatsächlich einzigartigen Künstler sein, dessen Kunst dem Niederen, ja dem Hässlichen ein Recht auf Darstellung einräumte, indem er schonungslos das einfache Leben und die damit verbundene Arbeit thematisierte.

Vortrag im Rahmen der Europawoche

Eintritt frei