Brücken für Europa: eine literarische Schifffahrt

Die Organisation Caranusca führt in diesem Jahr zum dritten Mal eine literarische Schifffahrt auf europäischen Flüssen und Kanälen durch, mit einer Besatzung aus französischen, belgischen und deutschen Gästen.

Die Reise beginnt dieses Jahr am 24. August und endet am 27. Oktober 2019.

Während dieser zwei Monaten gehen Autoren und Künstler, Dichter und Illustratoren, Musiker und Schauspieler, Forscher und Schriftsetzer an Bord des Lastkahns Ange Gabriel (ein 39 Meter langer Freycinet-Lastkahn). Während der Zwischenstationen, die der Fluss-Odyssee ihren Rhythmus geben, stellen sie sich im Bauch des Schiffs dem Publikum im Rahmen von Lesungen, Treffen, Workshops und Vorträgen. Der Eintritt ist frei, jeder ist willkommen.

Die Gäste dieses Jahr: Mathias Énard, Pierre Michon, Antoine Wauters, Gregor Sander, Marie Desplechin, ÉricPlamondon, Thomas Vinau, Marie-Hélène Lafon, Kitty Crowther, Jean Echenoz, Guy Delisle, Emmanuel Ruben, Julie Bonnie, die Dichterin Ryoko Sekiguchi, der Schriftsetzer Pascal Leclercq, der Naturforscher Marc Namblard, der Ingenieur Philippe Bihouix, der Fotograf Éric Poitevin und die Schauspieler Dominique Pinon und Didier Bezace.

Die Häfen, die wir anlaufen: Reims (Fr) / Bar-le-Duc (Fr) / Toul (Fr) / Metz (Fr) / Talange (Fr) / Thionville (Fr) /Basse-Ham (Fr) / Sierck-les-Bains (Fr) / Remich (Lu) / Trier (De) / Saarbrücken (De) /Sarreguemines (Fr) / Nancy (Fr) / Koblenz (De) / Lüttich (Be) / Namur (Be).

Das Projekt “Brücken für Europa” entstand vor drei Jahren. Nach einer ersten kurzen Reise im Jahr 2016 und einem zweimonatigen, grenzüberschreitendem Flussabenteuer 2017,waren 2018 “les petites passerelles” (“kleine Brücken”) dem jungen Publikum gewidmet. Die Ange Gabriel befuhr dafür einen Monat lang die belgische und französische Meuse. Die Mitglieder der Vereinigung Caranusca sind davon überzeugt, dass die Flüsse, die das Gebiet der Region Grand Est durchziehen als ideale Orte der kulturellen Begegnung dazu geeignet sind, für Literatur zu begeistern. Zu diesem Zweck chartern sie deshalb jedes Jahr ein Hausboot, um Städte und Dörfer mit der schwindelerregenden Geschwindigkeit von 5km/h (!) zu durchqueren.

Auch wenn es in Frankreich viele Orte gibt, an denen man sich mit zeitgenössischerLiteratur und ihrer Erforschung befasst, so ist “Brücken für Europa” doch die erste Schriftstellerresidenz, die an Bord eines Hausbootes stattfindet. Während der Flussreise können die Künstler an Bord arbeiten, das langsame Reisetempo erweist sich als günstig für den Schaffensprozess.

Weitere Informationen:

www.caranusca.eu

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