Workshop „Die Möglichkeiten der Berufsanerkennung in der Großregion“

Die Anerkennung von Berufsqualifikationen ist von großer Bedeutung für den grenzüberschreitenden Arbeitsmarkt in der Großregion und damit auch für deren wirtschaftliche Dynamik. In diesem Zusammenhang definiert die Rahmenvereinbarung über grenzüberschreitende Berufsbildung in der Großregion die Nutzung und Verbesserung der Möglichkeiten zur Gleichwertigkeitsfeststellung oder Anerkennung im Ausland erworbener Berufsqualifikationen als wichtigen Handlungsansatz zur Förderung der beruflichen Mobilität.

Mit der Europäischen Berufsanerkennungsrichtlinie existiert ein Regelwerk für die reglementierten Berufe. Die Richtlinie sieht vor, dass die EU-Mitgliedsstaaten die jeweiligen Berufsabschlüsse grundsätzlich als gleichwertig anerkennen und den Berufsangehörigen freien Zugang zum heimischen Arbeitsmarkt gewähren. Gleichwohl sind in der Wahrnehmung u.a. von Arbeitnehmern, Arbeitgebern und politischen Entscheidern nach wie vor viele Hürden im Bereich der Berufsanerkennung vorhanden.

Die Task Force Grenzgänger der Großregion 2.0 erarbeitet zurzeit eine Bestandsaufnahme über die Möglichkeiten der Berufsanerkennung in der Großregion. Darin stellt sie vergleichend dar, wie die europäische Berufsanerkennungsrichtlinie in den Teilregionen der Großregion umgesetzt wird, welche Stellen für die Anerkennung zuständig sind und welche Probleme weiterhin bestehen.

Im Workshop wird der Entwurf der Bestandsaufnahme vorgestellt und diskutiert. Vertreterinnen und Vertreter der Arbeitnehmerschaft, Wirtschaft sowie aus der Grenzgängerberatung berichten aus der Praxis und bewerten die Chancen und Hürden der Berufsanerkennung aus ihrer Sicht und geben wichtige Impulse für die anschließende gemeinsame Diskussion. Die Schlussfolgerungen und Ergebnisse des Workshops fließen in die finale Erarbeitung der Bestandsaufnahme über die Möglichkeiten der Berufsanerkennung in der Großregion ein und bilden die Grundlage für Empfehlungen an den Gipfel der Großregion.

Die Veranstaltung wird simultan gedolmetscht.

Anmeldung per Email bitte bis zum 19. Oktober 2018 an:

Christiane.Weidenhaupt@cesgr.etat.lu