Les terrains vagues

P. Haudepin

Realität, du bleibst draußen!

Die ehemalige Schülerin der École du TNS, Pauline Haudepin, präsentiert ihre Version des Märchens Rapunzel der Gebrüder Grimm. In diesem Werk wird der Salat durch Drogen und der Prinz durch einen existentiell verlorenen Brandstifter ersetzt. Premiere im Théâtre National de Strasbourg.

 

Wir sind uns einig: Die Märchen der Gebrüder Grimm sind nicht gerade Sonnenschein und Konfettiregen. Psychische Spiele, alptraumhafte Grausamkeiten stehen in jeder Erzählung an der Tagesordnung. Die junge Theatermacherin Pauline Haudepin beschäftigt sich in ihrem Stück Les terrains vagues mit Rapunzel – einer jungen Frau, die im Tausch um einen Salatkopf an eine Hexe verkauft und von dieser in einem Turm eingesperrt wurde. Als ein Prinz sie zu retten versucht, fällt er vom Turm und erblindet... Mit vier Schauspielerin aus ihrem Jahrgang nimmt sie es mit dieser düsteren Tragik auf und versetzt diese in die heutige Zeit.

Aus der Hexe wird ein Drogenhändler namens Sandman, Rapunzel wird die Tochter einer Drogensüchtigen und der Prinz verwandelt sich in einen Brandstifter. Vier Personen, die versuchen, der Realität zu entfliehen, um ihren Fantastereien freien Lauf zu lassen. Kann es da ein Happy End geben?

 

Pauline Haudepin, Text und Inszenierung

Mit Genséric Coléno-Demeulenaere, Marianne Deshayes, Paul Gaillard, Dea Liane

Und der Stimme von Jean-François Pauvros