Wirtschaftstag "GET 2 Know Your Neighbors" in Luxemburg

Im Anschluss an den ersten Teil der am 29. Juni 2018 in Metz organisierten grenzüberschreitenden Wirtschaftsmission "GET 2 Know Your Neighbors" veranstalteten die Handelskammer Moselle Metz und die Handelskammer Luxemburg am 22. Mai 2019 einen branchenübergreifenden „Wirtschaftstag“, der sich der Förderung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit und der Bildung und Begünstigung von grenzüberschreitenden Geschäftspartnerschaften zwischen Unternehmen des Departement Moselle und aus Luxemburg widmete.

Unter luxemburgischer Präsidentschaft des Gipfels der Großregion ins Leben gerufen, konzentrierte sich die grenzüberschreitende Wirtschaftsmission vom 22. Mai 2019 insbesondere auf digitale Technologien, Industrie und Innovation.

Corinne CAHEN, Ministerin für Familie und Integration und die Großregion Luxemburg, betonte in ihrer Eröffnungsansprache, dass die Großregion als "Modellregion" für digitale Technologie dienen könnte. Das Wissen eines Partners könnte die Wissensquelle anderer Partner sein und Networking sei in dieser Hinsicht von größter Bedeutung. Frau CAHEN zufolge sollte die Digitalisierung ausschließlich im Dienste der Bürger stehen.

Fabrice GENTER, Präsident der Handelskammer Moselle Metropole Metz, betonte, dass die Nähe der Grenzen innerhalb der Großregion eine Chance sei, insbesondere um dem Aufkommen populistischer Tendenzen zu begegnen. Seiner Meinung nach sei es notwendig, sich mehr, schneller und besser auszutauschen; und um dies zu tun, bedürfe es eines größeren Investitionsfonds für die Groβregion.  Letztere solle als ein Raum der gemeinsamen Entwicklung und Attraktivität gefördert werden.

Sabrina SAGRAMOLA, Leiterin der Abteilung Europäische Angelegenheiten und Großregion der Handelskammer Luxemburg, wies darauf hin, dass es in der Großregion zielführend sein könnte, dem Prinzip der variablen Geometrie folgend mit einer bilateralen Zusammenarbeit zu beginnen, um sich anschlieβend weiteren Partnern zu öffnen. Um eine positive wirtschaftliche Entwicklung für künftige Generationen sicherzustellen, stelle die Komplementarität der Maßnahmen der jeweiligen groβregionalen Partner ein gemeinsames Interesse dar.

Die anschließenden Themenparcours widmeten sich der IT-Sicherheit und der digitalen Transformation. Die Teilnehmer konnten unter anderem den Raum 42 © des Cybersecurity Competence Center Luxembourg kennenlernen. Der zweite Teil des Tages fand auf der ICT Spring Europe 2019 statt, wo die Besucher die Gelegenheit zum Networking hatten und an im Voraus geplanten B2B-Meetings sowie zwei Podiumsdiskussionen zu den Themen „Die Herausforderungen digitaler Technologie: Welche Problematiken und Fragen sich für KMU der Groβregion ergeben“ und „Talentkampf in der Groβregion – vom Wettbewerb zur Kooperation“ teilnehmen durften. Zu den Schlüsselelementen, die sich aus den Diskussionen ergaben, lassen sich unter anderem die Rolle der Großregion als Plattform und Sprungbrett für die internationale Ebene festhalten sowie die Notwendigkeit, das Bewusstsein der Unternehmen für die transversalen Auswirkungen der Digitalisierung zu schärfen, und eine integrative Bildung zu schaffen, beispielsweise durch Investitionen in neue grenzüberschreitende Ausbildungsprogramme. In diesem Sinne solle die Zusammenarbeit zwischen den Handelskammern der Großregion und den jeweiligen Regierungen weiter verstärkt werden ebenso wie die Vernetzung von Akteuren auf allen Ebenen nach wie vor einen essentiellen Bestandteil unternehmerischen Handelns in der Großregion darstelle.

Auf dem Foto (von links nach rechts) : Guy KECKHUT, Karin SCHINTGEN, Fabrice GENTER, Corinne CAHEN, Sabrina SAGRAMOLA, Pierre RINALDI