Verfügbarkeit und geometrische Harmonisierung von Geodaten: GeoConnectGR nimmt an der Debatte über die Anwendbarkeit des ECBM-Mechanismus in der Großregion teil

Am 5. April 2019 organisierte die AGEG in Saarbrücken den Workshop „Grenzüberschreitende Hindernisse überwinden. Eine neue Landschaft für die grenzübergreifende Zusammenarbeit“. Bei dieser Gelegenheit konnten die Träger des Projekts GeoConnectGR Grenzen und Schwierigkeiten im Projekt aufzeigen.

In der Großregion arbeiten die Einrichtungen, die für die Herstellung kartografischer Daten zuständig sind, mit unterschiedlichen rechtlichen, organisatorischen und technischen Voraussetzungen. Dies hat zur Folgen, dass die Daten weder kontinuierlich noch interoperabel sind (z. B. Gewässernetze). Außerdem unterliegen sie keiner Open-Data-Lizenz und ihre Anschaffung ist kostenintensiv.

Auf europäischer Ebene werden harmonisierte Geodaten von Eurogeographics hergestellt. Die Maßstäbe, die von Eurogeographics für die Gewässernetze angeboten werden, sind jedoch für die Zwecke des Pilotprojekts GeoConnectGR unzureichend. Mit diesen Daten können keine detaillierten Untersuchungen durchgeführt werden, die insbesondere für Umweltstudien erforderlich sind.

Die Projektträger streben bis Ende 2019 eine geografische und semantische Harmonisierung von Gewässernetzdaten im großen Maßstab an (1:10.000). Diese sollen in den thematischen Karten des GIS-GR Verwendung finden und nicht kommerziellen Nutzern aus der Großregion zur Verfügung gestellt werden.

Das Projekt GeoConnectGR zeigt auf, dass zuverlässige harmonisierte und abgestimmte Daten für Gesamteuropa notwendig sind. Vor diesem Hintergrund spricht es sich dafür aus, auf europäischer Ebene ein Zentrum für die Koordinierung von Geoinformationen einzurichten und unterstützt den ECBM als mögliche Lösung für grenzübergreifende Hindernisse.