Grenzüberschreitendes automatisiertes und vernetztes Fahren: Testfahrten in Echtzeit auf dem ersten grenzüberschreitenden Testfeld in Europa

Die Mobilität überschreitet derzeit eine neue – digitale – Grenze mit zunehmender Vernetzung und Automatisierung, die eine „Verständigung“ zwischen den Fahrzeugen sowie die Kommunikation sowohl mit der Straßeninfrastruktur als auch mit den anderen Verkehrsteilnehmern ermöglichen. Im Rahmen der Entwicklung einer vernetzten und automatisierten Mobilität in der Europäischen Union wurde ein grenzüberschreitendes Testfeld zwischen Luxemburg, Deutschland und Frankreich eingerichtet.

Das zur Förderung der Mobilität der Zukunft als europäisches Leuchtturmprojekt im Herzen Europas konzipierte Testfeld spiegelt den gemeinsamen Wunsch der drei Länder wider, der Industrie, der Forschung und der Wissenschaft zu ermöglichen, Anwendungsmöglichkeiten und neue Technologien großräumig und unter realen und grenzübergreifenden Bedingungen auf allen Straßenarten (Autobahnen, Landstraßen, städtisches Umfeld usw.) zu erproben. Das einzigartige Testfeld erstreckt sich über den Süden Luxemburgs, den Norden der Region Grand Est in Frankreich und das Saarland in Deutschland.

Am Mittwoch, 3. April 2019, fand in Schengen (Luxemburg) der „Cross-Border Digital Testbed Project Day“ statt. Wegen seiner einzigartigen Lage im Dreiländereck ist das Dorf Schengen die Wiege des grenzenlosen Europas und gilt als symbolischer Ort der europäischen Integration und der Freizügigkeit innerhalb der Europäischen Union. Anlässlich des „Cross-Border Digital Testbed Project Day“ wurden in Anwesenheit der luxemburgischen, französischen und deutschen Minister die ersten Testfahrten auf dem grenzüberschreitenden Testfeld durchgeführt. Um die Sicherheit der verwendeten Technologien zu bestätigen, wurden auf einem Teil der Strecke Anwendungsfälle in Echtzeit durchgeführt, bei denen Situationen des autonomen Fahrens sowie Grenzüberfahrten, während derer die Fahrzeuge mit ihrem Umfeld vernetzt blieben, nachgestellt wurden.