GeoConnectGR: Erarbeitung einer Konvention zur Ergänzung der Ergebnisse des Pilotprojekts

Sondersitzung während der Sommerzeit

Am 12. August versammelte sich das fast vollständige Projektteam GeoConnectGR in Saarlouis, in der Hauptgeschäftsstelle des LVGL, dem Nationalen Karten- und Katasteramt des Saarlandes, eines der sieben Projektpartner, mit dem Ziel eine zügige Entwicklung dieses B-Solutions-Projekts zu gewährleisten.

Während dieser Sitzung wurde der gesamte Projektablauf von den Teilnehmern und dem Konventionsentwurf sorgfältig verfolgt und die Zusammenarbeit innerhalb des Konsortiums während und nach Abschluss des Projektabschlusses formalisiert: Der Produktionsprozess der homogenen hydrographischen Datenschicht liegt nun in den Händen von EuroGeographics aisbl und seinem Unterauftragnehmer BKG (Bundesamt für Kartographie und Geodäsie, Bundesrepublik Deutschland).

Die Datenschicht, die nach der von EuroGeographics entwickelten Core Reference Data Structure (CRD) erstellt wurde, sollte in Kürze fertiggestellt werden und wird dann dem GIS-GR-Partner des GeoConnectGR-Konsortiums zur Auswertung übergeben. Da die ursprünglichen nationalen hydrographischen Daten in verschiedenen Harmonisierungszuständen - von manuell und vollständig harmonisiert bis gar nicht harmonisiert - an die BKG übermittelt wurden, bietet das Ergebnis eine ideale Gelegenheit, die Stärke der von EuroGeographics entwickelten halbautomatischen Harmonisierungsprozesse zu vergleichen.

Alle Projektpartner sind sehr gespannt auf die Ergebnisse in Kürze: Der Konventionsentwurf liegt nun vor und kann den Direktionen der Projektpartner zur endgültigen Genehmigung vorgelegt werden. Das Treffen in Saarlouis ermöglichte es, den ersten Vorschlag des französisch-deutschsprachigen Redaktionsteams (LVermGeo - Rheinland-Pfalz) durch die Einbeziehung der Bemerkungen des belgischen IGN zu verbessern. Es ist nun klar, dass der GIS-GR-Partner, vertretet durch das „Ministère de l'Energie et de l'Aménagement du Territoire“ des Großherzogtums Luxemburg, für die Veröffentlichung des Unified Hydrographic Data Layer of the Greater Region verantwortlich sein wird, nicht nur innerhalb des GIS-GR, sondern auch als Visualisierungs- und Downloaddienst. Die Daten werden für die nicht-kommerzielle Nutzung als Creative Common, Non-Commercial Dataset zur Verfügung stehen, bei dem die Nutzer die Quelle angeben müssen (CC By NC). Das Projekt ist zeitlich klar begrenzt, da viele Probleme aufgrund unterschiedlicher nationaler Lizenzierungsarten nach Abschluss des Projekts ungelöst bleiben. Über die Konvention bekunden die Projektpartner jedoch ihre Bereitschaft, die Machbarkeit einer Erweiterung von GeoConnectGR in Bezug auf Updates und Themen zu prüfen. Auch die geografische Ausdehnung des Projekts konnte überdacht werden, da sich die nordrhein-westfälischen und baden-württembergischen Bundesländer wie in der Vergangenheit bei anderen Projekten beteiligen konnten.

 

Am Ende des Treffens folgte eine Teambuilding-Aktivität mit einem Besuch des Saarpolygons, einem Denkmal für die Vergangenheit des Kohlebergbaus in der Region, Teil der symbolischen Wiege unserer Union (EGKS oder Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl).

 

 

Text: Jean-Yves Pirlot, Vorsitzender der Arbeitsgruppe Kataster und Kartographie.