Auftaktveranstaltung der saarländischen Gipfelpräsidentschaft der Großregion

Die Großregion gemeinsam voranbringen

In Form einer „Fish Bowl Diskussion“ stellten sich Vertreter der Gipfelländer kritischen Fragen und konstruktiven Vorschlägen der jungen Generation. Die Veranstaltung am 25. März im Konferenzgebäude des Saarländische Rundfunks, an der über hundert junge Erwachsene teilnahmen, um IHRE Großregion mitzugestalten, setzte gleich zwei Ziele des Gipfelpräsidenten Tobias Hans um: Bürgerinnen und Bürger mitnehmen und ihnen die Chancen dieser europäischen Grenzregion besser verdeutlichen.

„Die Mitwirkung und Partizipation der Bürgerinnen und Bürger, insbesondere der jungen Generation, ist das Kernelement, welches unsere Großregion stark und zukunftsfähig macht. Wir wollen kein Ort der Grenzen und der Fremde sein, sondern ein Zentrum der Begegnung, der Freundschaft und des Zusammenhalts.“, äußerte sich der saarländischen Ministerpräsident Hans. „Grenzregionen sind nicht zuletzt Chancen-Regionen.“

Diese Chancen sollen nicht nur für jeden Bürger und jede Bürgerin nutzbar sein, sie sollen auch von ihnen mitgestaltet werden – im sportlichen, kulturellen, schulischen, wirtschaftlichen, wissenschaftlichen und zivilgesellschaftlichen Bereich. Die Dynamik und Einbeziehung der vielen Akteure in diesen Prozess, durch Begegnung, Partizipation und Dialog, sollen den spezifischen Ansatz darstellen, mit dem das Saarland als Vorsitz im Gipfel der Großregion in den kommenden 24 Monaten alle engagierten Bürger, Bürgerinnen, Institutionen und Strukturen – darunter auch Gremien wie der Wirtschafts- und Sozialausschuss der Großregion (WSAGR) und der Interregionale Parlamentarierrat (IPR) – einladen will, die „Großregion gemeinsam voranzubringen“.

 

Die Großregion ist aufgrund ihrer Vergangenheit, der heutigen Realitäten und ihres Anspruchs an die Zukunft eine Keimzelle und ein Inkubator für Europa. Mit 230.000 Grenzgängern ist sie die „Europäische Grenzgängerregion Nummer 1“ – ein Europa im Kleinen. Themen wie Europäische Hochschulen, das EU-Rechtsinstrument „ECBM“ (European Cross-Border Mechanism), die regionalen Mehrsprachigkeitsstrategien und die Zukunft der Interreg-Programme sollten dafür stärker in Berlin, Brüssel und Paris angesprochen werden.

Fotos: ©Staatskanzlei Saarland