Start des Interreg-Projekts AROMA der Großregion

Auf dem Weg zu einer grenzüberschreitenden Organisation der lokalen Lebensmittelversorgung für die Außer-Haus-Verpflegung

Das Projekt AROMA wurde offiziell am 20. April 2018 in Longwy gestartet und wird durch das Programm Interreg VA Großregion unterstützt. Am Projekt sind 20 Partner aus der Provinz Luxemburg (B), Rheinland-Pfalz, Saarland (D), Lothringen (F), und dem Großherzogtum Luxemburg (L) (s. unten) beteiligt. Der Conseil départemental de Meurthe-et-Moselle (F) ist der federführende Begünstigte.

Die Abkürzung AROMA steht im Französischen für „Approvisionnement Régional Organisé pour une Meilleure Alimentation“ und wird im Deutschen als „Grenzüberschreitende Organisation für lokale Lebensmittelversorgung in der Außer-Haus-Verpflegung“ bezeichnet. Es handelt sich um ein innovatives grenzüberschreitendes Projekt für die lokale Lebensmittelversorgung in der Großregion.

AROMA will ein grenzüberschreitendes Netzwerk von Akteuren im Agrar- und Lebensmittelbereich aufbauen. Ziel des Projektes ist es, die Versorgung mit lokalen Qualitätsprodukten zu fördern. Es soll anschließend eine operative Versorgungsorganisation für das Gebiet der Großregion gegründet werden.

Das Projekt AROMA trägt dazu bei, einen bedeutenden Mehrwert in Bezug auf die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Bereich Landwirtschaft zu schaffen. Die Charta der Landwirtschaft in der Großregion, die 2015 unterzeichnet wurde, definiert als „Hauptziel, eine nachhaltige Dynamik der Kooperation in der Landwirtschaft einzuleiten und die Entwicklung dieser Dynamik zu begleiten“. Die Unterzeichner sind „darauf bedacht, die in allen Teilen der Großregion von der öffentlichen Hand entwickelten Anstrengungen, um die Wirtschaftlichkeit und die Umweltqualität der Landwirtschaft zu erhöhen, oder um die soziale Gerechtigkeit zugunsten der Landwirte und der gesamten Bevölkerung zu verstärken, zu koordinieren“.

Die Umsetzung des Projektes erfüllt die Kriterien dieser Charta. Derzeit existiert kein grenzüberschreitendes Netzwerk dieser Art. Da das Projekt die gesamte Großregion abdeckt, liefert es einen Input für das wirtschaftliche und soziale Modell der lokalen Versorgungsketten. Es ermöglicht eine stärkere Komplementarität der Erfahrungen und Produkte und erhöht außerdem die Saisondauer für bestimmte Produktionen.