Grenzüberschreitende Arbeit (kennen-)lernen – Ein Besuch im Haus der Großregion

Studenten der Deutsch-Französischen Studien: Grenzüberschreitende Kommunikation und Kooperation besuchen das Haus der Großregion

18 Studenten der Deutsch-Französischen Studien "Grenzüberschreitende Kommunikation und Kooperation" der Universität des Saarlandes, der Université de Lorraine sowie der Université du Luxembourg besuchten am 22. November das Haus der Großregion. Charlotte Beuzard, Jessica El Ghazi, Pierrick Le Paven und Franziska Bulle erzählen, was sie dort erlebt haben.

Nach einer guten Stunde Fahrt taucht vor uns das Haus der Großregion auf. Ein rotes, hohes Gebäude mit zwei auf Deutsch und Französisch geschriebenen Plakaten. Eingeladen hat uns unsere Dozentin Mareike Wagner und zwei junge Französinnen: Agnès Véron und Malika Picart. Beide arbeiten im Haus der Großregion und stellen unserer Masterklasse die Arbeit des Sekretariats der Großregion und die Projektarbeit für Interreg vor. Was uns gleich zu Anfang überrascht: sie kennen sich nicht nur, sie arbeiten sogar oft zusammen. „Wir tauschen uns über die verschiedenen grenzüberschreitenden Themen aus, auch über die Probleme. Aber vor allen Dingen lernen wir voneinander. Wir arbeiten hier in bilingualen Teams. Da ist die Arbeit immer spannend“, erklären uns die beiden während des Gesprächs. „Wir sind auch das beste Beispiel dafür, dass grenzüberschreitende Arbeit funktionieren kann. Einige meiner Kolleginnen sind Französinnen, leben aber in Deutschland und arbeiten in Luxemburg. Das ist für viele in der Großregion Realität und jeder profitiert davon“, beschreibt Malika Picart ihr Team.

Praxisbeispiele machen die Theorie greifbar

Durch die Präsentation der beiden wird aus unserem theoretischen Kurswissen Praxis. Nach einem Video über die Großregion diskutieren wir mit Agnès Véron über grenzüberschreitende Kommunikation. Als Referentin des Sekretariats der Großregion hat sie jeden Tag mit verschiedenen Projekten zu tun. Sie hat schnell gemerkt, dass Deutsche, Franzosen, Luxemburger und Belgier anders arbeiten. „Das sehe ich als Chance. Wir nehmen immer aus jeder Region das Beste raus.“ Der Meinung ist auch Malika Picart, die als Kommunikationsreferentin für Interreg V A Großregion arbeitet. Sie stellt uns in ihrer Präsentation das Interreg-Programm der Großregion vor. Frau Picart ist selbst begeisterte Europäerin und erklärt uns nicht nur das Programm, sondern auch, wie sie zu ihrer jetzigen Arbeitsstelle gelangt ist. Sie macht uns Mut, uns auch selbst im Haus der Großregion bei den verschiedenen Partnern zu bewerben. „Die Arbeit hier ist super interessant. Es gibt immer wieder neue Dinge zu entdecken und zu erlernen.“ Mit diesem Mutmacher-Satz fahren wir nach Metz zurück – und wer weiß, vielleicht wird der eine oder andere bald wieder das Haus der Großregion besuchen oder sogar in ihm arbeiten.